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News
29.11.2016

Anmeldung jetzt möglich: DJI-Jahrestagung am 29./30. November 2016 in Berlin

„Ganz ähnlich – ganz anders: Teilhabechancen und -barrieren im Einwanderungsland Deutschland“: So lautet der Titel der diesjährigen Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts, die das Thema Migration und Flucht von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in den Mittelpunkt stellt. Die Tagung behandelt in insgesamt acht Foren unterschiedliche Aspekte wie das Potenzial der Familie als Integrationsort, Chancen(un)gleichheit für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund, den Beitrag der Migrantenorganisationen zur Zivilgesellschaft, die Bedeutung der Sprache für die Integration, die Kita als Integrationsort, den Umgang mit Migration in Schule und Ausbildung sowie die Inanspruchnahme von sozialstaatlichen Diensten. Die Podiumsdiskussion des traditionellen Berliner Abends steht unter dem Motto „Nach der Willkommenskultur – vom Krisenmodus zur Normalität“.
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News
27.09.2016

DJI auf 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Leipzig stark vertreten

Auf dem Jubiläumskongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, die seit 1904 zum 50. Mal tagte, nutzten 2.800 Teilnehmende verschiedener Disziplinen die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Mit dabei waren auch zahlreiche Forscherinnen und Forscher des Deutschen Jugendinstituts. Auf dem Symposium über geteilte Betreuungsarrangements nach einer Trennung der Eltern, das die stellvertretende DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper leitete, stellte Dr. Alexandra Langmeyer (DJI) in Zusammenarbeit mit Christine Entleitner-Phleps (DJI) das kontrovers diskutierte Wechselmodell im Lichte von Daten des AID:A-Surveys vor. Auch im Rahmen des Symposiums zu aktuellen Befunden der Väterforschung  – Chair: Dr. Andreas Eickhorst (DJI) – waren AIDA-Daten die Grundlage für den DJI-Väterreport, dessen Ergebnisse Alexandra Langmeyer gemeinsam mit Xuan Li (DJI) präsentierte. Die Beiträge von Christoph Liel (DJI) legten den Fokus auf Väter von Kleinkindern in belasteten Familien und die Sensitivität beim Erkennen von kindlichen Emotionen. Die Frage, welche Belastungsfaktoren für das Misshandlungsrisiko eine besonders bedeutende Rolle spielen, stand im Zentrum eines Vortrags, den Andreas Eickhorst zur Kooperationsstudie KiD 0-3 hielt, an der u.a. Alexandra Sann (DJI) und Dr. Andrea Schreier (DJI) beteiligt waren. Die Leiterin des Expertise- und Forschungszentrums Adoption am DJI, Dr. Ina Bovenschen, gab im Symposium über Pflegekinder und -eltern einen Überblick über erste Workshop-Ergebnisse. Dr. Ruth Festl (DJI) referierte über verschiedene Verhaltensweisen bei der Beobachtung von Cybermobbing.

26.09.2016

Familienrecht: Vater, Mutter, Kind – viele Familien sehen heute anders aus

Der Begriff Familie umfasst heute eine größere Vielfalt als noch vor 50 Jahren. Er wird auch in der Bevölkerung breiter gefasst. Alleinerziehende mit oder ohne engagierten externen Elternteil, Patchwork-Familien mit zwei, drei oder vier Eltern, Pflegefamilien, gleichgeschlechtliche Paare mit Kind, Familien nach Samen- oder Embryonenspende – in Deutschland gibt es viele Formen, mit Kindern zusammen zu leben. Auch das Recht muss den Veränderungen Rechnung tragen. Auf dem deutschen Juristentag wurde u.a. diskutiert, wie ein zeitgemäßes Familienrecht aussehen kann. Dort sprach man sich beispielsweise mehrheitlich für eine Gleichstellung homosexueller Paare bei Adoptionen aus, ein Thema, das auch in der SWR-Sendung „Radioreport Recht“ diskutiert wurde. Die stellvertretende DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper wies in der Runde mit Blick auf aktuelle Untersuchungen darauf hin, dass die reine Familienform deutlich nachrangig sei gegenüber der Frage, wie Familie gelebt wird. Auch in den Patchworkfamilien seien Stiefmütter und -väter häufig wichtige Vertrauens- und Bezugspersonen für die Kinder. Denn meist werde die Entscheidung, als Stieffamilie einen gemeinsamen Haushalt mit den nicht leiblichen Kindern zu führen und sich um diese zu kümmern, ja sehr bewusst getroffen. Ein deutlich größeres Risiko für die Entwicklung der Kinder seien hochstrittige Beziehungen der Eltern, die wegen Fragen des Sorge- oder Umgangsrechts sogar vor Gericht ziehen.

News
21.09.2016

Neue KomDat-Ausgabe meldet Personalhöchststand in der Kinder- und Jugendhilfe

 Während das Feld der Kindertagesbetreuung in punkto Personal nach wie vor „boomt“, scheint die Kinder- und Jugendarbeit zumindest in ihren Kernbereichen erheblich verloren zu haben. Im Kita-Bereich sind zehn Mal so viele Personen neu hinzugekommen wie in allen anderen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Darüber hinaus zeigt sich die Tendenz, dass die Fachkräfte in der Kita heutzutage auch im höheren Alter in der pädagogischen Arbeit verbleiben. So hat sich die Anzahl der 55- bis 60-Jährigen von 43.000 im Jahre 2011 auf über 63.000 im Jahr 2015 und bei den 60- bis 65-Jährigen sogar von 9.000 auf 24.000 Beschäftigte erhöht. Dies sind Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik, die in der der neuen Ausgabe der „Kommentierten Daten der Kinder- & Jugendhilfe“ vorgestellt und diskutiert werden. Weitere Themen sind der Personalanstieg im Arbeitsfeld der stationären Erziehungshilfen, der Rückgang der Beschäftigtenzahlen in der Kinder- und Jugendarbeit, der Zuwachs bei den Beschäftigten in der Schulsozialarbeit und der auffällige Anstieg der sogenannten 8a-Verfahren bei Jugendlichen – d.h. Kindeswohlgefährdung ist nicht nur ein Thema bei Klein- und Kleinstkindern.

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Letzte Änderung: 12.02.2016 19:12 Uhr