Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
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Good-Practice-Center
Datenbank der Projekte
Prävention von Schulmüdigkeit
Bild-Eindrücke der Auftaktveranstaltung in Fulda am 21. - 22.11.2003








1. Newsletter
Auftaktveranstaltung Fulda
7. Newsletter
Nicht beschulbar?
3. Newsletter
Fachveranstaltung Halle
Gefördert durch:
2. Newsletter
"Prävention von Schulmüdigkeit"
Fachveranstaltung in Halle 24./25.9.04
Rückblick Fachveranstaltung "Förderung schulmüder und schulverweigernder Jugendlicher" in Halle/Saale Am 24. September fand die Fachveranstaltung "Förderung schulmüder und schulverweigernder Jugendlicher" statt.
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250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten unserer Einladung in die Franckeschen Stiftungen zu Halle/Saale. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von über 30 Praxisprojekten des Netzwerks präsentierten ihre Konzepte und Ergebnisse an Ständen, im Rahmen von Interviews oder Vorträgen dem interessierten Fachpublikum. |
Dr. Frank Braun, DJI e.V., Dagmar Szabados, Bürgermeisterin der Stadt Halle und Dr. Manuela Martinek, DLR, Projektträger eröffneten die Veranstaltung. Prof. Thomas Rauschenbach plädierte in seinem Vortrag für ein anderes Bildungsverständnis und Dr. Heinrich Ricking referierte zur "Förderung schulmüder Jugendlicher im Spannungsfeld von Schulreform und alternativen Beschulungseinrichtungen". |  |
Am Nachmittag fanden zwei Interviewrunden zu den Themen \"Orientierung auf den Übergang in Ausbildung\" sowie "Kooperation von Schule und Jugendhilfe" mit Vertreterinnen und Vertretern von Projekten statt. |
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| Dr. Frank Braun, DJI | Dagmar Szabados, Bürgermeisterin Halle/Saale | Dr. Manuela Martinek, DLR, Projektträger |
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| Prof. Thomas Rauschenbach, DJI Download Referat | Dr. Heinrich Ricking Download Referat |
4. Newsletter
Workshops in Halle/Saale
5. Newsletter
Den Schulausstieg verhindern
Abschlusstagung in Leipzig 16.09.05
Thema 10/05: Chancen für Schulmüde Veranstaltung Thema 2005/10 Chancen für Schulmüde Fotoalbum | | | 16. September 2005 / Leipzig Abschlusstagung des Netzwerks Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung Begrüßung Peter Munk, Bundesministerium für Bildung und Forschung Burkhard Jung, Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Stadt Leipzig Fachvortrag Und sie bewegt sich doch! Strategien von und mit Hauptschulen zur Verhinderung von Schulabbrüchen und Ausbildungslosigkeit Dr. Frank Braun, DJI München | | | | | | Fachforen | | | I. Den Schulausstieg verhindern Strategien einer frühen Prävention Andrea Michel, DJI München Vortrag und drei zeitgleich stattfindende Gesprächsrunden Wie Zusammenarbeit organisieren? Sabrina Hoops, DJI München (Moderation) Annette Schmidt-Kob, Friedensschule Lüdenscheid Margit Simon, KOMM - Beratung in Schule und Stadtteil, Darmstadt Wie Unterricht neu gestalten? Dr. Heinz-Jürgen Stolz, DJI München (Moderation) Marion Lange, Jean-Piaget-Oberschule Berlin Martin Lindner, Kooperation Jugendhilfe - Schule, bsj Marburg Wie Strukturen verändern? Hermann Rademacker, München (Moderation) Siegfried Arnz, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin Norbert Diehl, Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz, Mainz Dr. Hans-Dieter Göldner, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, München | | | II. Reif für die Ausbildung? Abschlussgefährdete Schüler/innen auf die Ausbildung vorbereiten Ulrike Richter, DJI Halle Vortrag und Podiumsdiskussion Gilbert Gräter, PARIS, Berufsschulförderzentrum Schwerin-Westmecklenburg* Peter Herrmann, AnSCHuB, Schule Richard-Linde-Weg, Hamburg Günter Supp, Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr-Kloster Martina Welters, Schulwerkstatt, IB Köln Unternehmen der Region* | | | III. Wege aus dem Abseits - Alternative Beschulungsformen für schulferne Jugendliche Dr. Elke Schreiber, DJI Halle Vortrag und Podiumsdiskussion Dr. Regine Förster, mdr, Halle (Moderation) Ingo Helbrecht, AUSZEIT, Osnabrück Holger Kehler, Technische Universität Dresden Dr. Kirsten Puhr, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Marita Termathe, Beratungsteam Schulvermeider, Bremerhaven Dr. Steffen Uhlig, Z.A.L., Schönebeck | | | Workshops I. Zwischen Wunsch und Realität - Risikoschüler im Übergang Schule-Beruf. Ergebnisse aus zwei aktuellen empirischen Untersuchungen PD Dr. Christoph Gallschütz, Universität Halle-Wittenberg, (Moderation) Irene Hofmann-Lun, DJI München Dr. Joachim Gerd Ulrich, Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB, Bonn II. Männlich, dumm und faul - Ist den Jungen noch zu helfen? Peter Herrmann, Lernwerkstatt Maler LACKZACK, Frankfurt/M. Ulrike Richter, DJI Halle Markus Steiner, Jugendwerkstatt Bonn Dr. Barbara Thiessen, Universität Bremen III. Benachteiligt oder diskriminiert? Migrantinnen und Migranten am Übergang von der Schule in den Beruf Wiltraud Paule, Berufsbildungswerk ENAIP e.V., BQN Stuttgart Birgit Reißig, DJI Halle IV. Eltern fördern und fordern - Stärkung der Erziehungskompetenzen durch kooperative Elternarbeit in Schulmüdenprojekten Dr. Regine Förster, mdr, Halle (Moderation) Burkhard Jung, Stadt Leipzig Dr. Heinrich Ricking, Universität zu Köln Dr. Konstanze Schellenberger, Technologiezentrum für Jugendliche GmbH, Leipzig Eva Schmoll, Nikolaus-August-Otto Oberschule, Berlin Dr. Elke Schreiber, DJI Halle Detlef Träbert, Schulberatungsservice, Köln Gabriele Wittichow, CJD Zinnowitz | DJI Online / Stand: 1. Oktober 2005 |
6. Newsletter
Den Übergang bewältigen
8. Newsletter
Fazit der Netzwerkarbeit
Newsletter
1. Newsletter: Auftaktveranstaltung Fulda
2. Newsletter: Prävention von Schulmüdigkeit
3. Newsletter: Fachveranstaltung Halle
4. Newsletter: Workshops in Halle/Saale
5. Newsletter: Den Schulausstieg verhindern
6. Newsletter: Den Übergang bewältigen
7. Newsletter: Nicht beschulbar?
8. Newsletter: Fazit der Netzwerkarbeit
9. Newsletter: Chancen für Schulmüde
Links
Good-Practice-Center
www.zweite-chance.eu
www.kompetenzen-foerdern.de
www.bmbf.de
Bertelsmann-Stiftung.de
Liste der im Netzwerk engagierten Projekte
9. Newsletter
Chancen für Schulmüde
Zielsetzungen
Den Hintergrund dieses Projekts bildet ein „virtuelles Modellprogramm“: Gefördert aus Länderprogrammen, durch Stiftungen und Kommunen werden überall in Deutschland vielfältige Experimente durchgeführt, und dabei Methoden und Strategien entwickelt und erprobt. Diese Ansätze zielen darauf, die Bedingungen für das Lernen in der Schule und an anderen Lernorten für Kinder und Jugendliche so zu verbessern, dass ihre Schulkarrieren zum Erfolg führen und Grundlagen für den Einstieg in die berufliche Ausbildung und in die Erwerbsarbeit gelegt werden können. Was bisher fehlte, war eine Zusammenschau der im ganzen Bundesgebiet umgesetzten Aktivitäten, eine vergleichende Betrachtung der vielfältigen zum Einsatz kommenden Methoden und Strategien, und ein Ort, an dem die mit Entwicklungs- und Erprobungsarbeiten befassten Lehrkräfte und Fachkräfte der Jugendsozialarbeit in einen Austausch eintreten konnten.
Ziel des Projekts „Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung“ ist es, in einem „Lernenden Netzwerk“ einen Ort für einen solchen Austausch zu schaffen, dessen Ergebnisse zu sichern und für deren Verbreitung auf bundesweiten Fachtagungen, auf Regionaltagungen, per elektronischem Newsletter und durch Publikationen zu sorgen.
Anlage des Projektes
Das erste Modul wurde durch den Aufbau eines Netzwerkes von in diesem Handlungsfeld arbeitenden Schulen und Projekten der Jugendsozialarbeit realisiert. Die Grundlage für die Bildung des Netzwerkes bildete eine bundesweite Recherche, in der Projekte von Schulen und von Initiativen bzw. Trägern der Jugendsozialarbeit zur Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung identifiziert wurden. Konzeptionen, Erfahrungen und Ergebnisse wurden an den Standorten dieser Projekte in Leitfaden gestützten Interviews erhoben. In einem vom DJI koordinierten, moderierten und ausgewerteten gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess wurden Handlungsansätze und Methoden der Prävention von Schulmüdigkeit und -verweigerung fortentwickelt.
Im zweiten Modul wurden die Effekte von im letzten Pflichtschuljahr der Hauptschule absolvierten Betriebspraktika und zwischen Schule und Berufsausbildung angesiedelten Angeboten der Berufsvorbereitung für die weiteren Bildungsverläufe der Jugendlichen systematisch überprüft. Für diese Überprüfung wurden die Daten des DJI-Übergangspanels ausgewertet, das durch sein Längsschnittdesign Analysen von Zusammenhängen zwischen absolvierten Förderangeboten und späteren Bildungs- und Ausbildungsverläufen erlaubt "Übergangspanel".
Im dritten Modul wurden Beispiele einer produktionsorientierten Förderung von Jugendlichen (Schülerfirmen, Produktionsschulen, Juniorenfirmen) vor Ort begutachtet und auf dieser Basis entwickelte „Beschreibungen guter Beispiele“ in einer Datenbank zugänglich gemacht.
Ergebnisse
Die Abkehr von der Schule „kommt nicht über Nacht“. Als kritische Schwelle gilt der Wechsel von der Grundschule zur Sekundarschule. Hier werden verlässliche Verfahren zur Identifizierung von Risikokonstellationen benötigt, die eine Grundlage von wirksamen Interventionen bilden können, und Verfahren der Unterstützung der gefährdeten Kinder und Jugendlichen, die diese nicht der Stigmatisierung aussetzen. Auch schulstrukturelle Ursachen oder Begleitumstände lassen sich identifizieren: die fehlende Kommunikation zwischen Grund- und Sekundarschulen, der Verzicht von Schulen, die sozialen Bezüge zwischen den Kindern zur Kenntnis zu nehmen, eine Schulorganisation, die durch Komplexität überfordert, ohne zu deren Bewältigung Hilfen zu geben
"Den Schulausstieg verhindern" "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".
Eine zweite kritische Phase für das Gelingen des Schulbesuchs stellen die letzten Jahre des Pflichtschulbesuchs dar. Wenn der Erwerb des Hauptschulabschlusses unerreichbar scheint, dann erschließt sich den Jugendlichen die Sinnhaftigkeit des weiteren Schulbesuchs nur noch schwer. Um diese Jugendlichen wieder fürs Lernen zu motivieren, verknüpfen Schulen entweder den Erwerb des Schulabschlusses mit Schritten zur Förderung des Übergangs in Ausbildung oder zielen auf einen möglichst reibungslosen Übergang durch eine Platzierung der Jugendlichen in betrieblichen „Langzeitpraktika“
"Den Übergang bewältigen" "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".
Wenn Hauptschülern unmittelbar nach der Schule der Einstieg in die betriebliche Ausbildung gelingt, dann haben sie in der Regel zuvor im selben Betrieb ein Praktikum absolviert. Andererseits garantiert das Praktikum allein keinen Ausbildungsplatz. Wichtigstes Kriterium für das Gelingen des Übergangs in Ausbildung ist die Qualität des erworbenen Schulabschlusses. Insofern kann es nicht um die Alternativen Betriebspraktikum oder Schulabschluss gehen, sondern um intelligente Verbindungen von Praxiserfahrungen in Betrieben und gutem Unterricht
"Chancen für Schulmüde" "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".
Wenn Jugendliche durch lange Abwesenheit von der Schule dort sozial nicht mehr integrierbar sind, keinen geregelten Tagesablauf kennen, in ihrem Leistungsstand weit unter ihrem Altersniveau liegen, dann erfolgt häufig die Beschulung in einer „Schule für Schulverweigerer“. Interessanterweise zeigt sich in diesem Handlungsfeld, dass reformpädagogische Ansätze aus der Zeit der Weimarer Republik, die Arbeiten und Lernen zu verknüpfen suchen, noch immer eine hohe Aktualität haben, auch wenn sie, in Unkenntnis der historischen Vorläufer, zum Teil neu erfunden werden
"Nicht beschulbar?" "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".
Trotz Schulpflicht geht ein Teil der Kinder und Jugendlichen nicht zur Schule. Fast zehn Prozent eines Altersjahrgangs verlassen alljährlich die Schule ohne Abschluss und haben damit nur geringe Chancen, eine Berufsausbildung zu absolvieren und später ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit zu sichern. Während sich die öffentliche Diskussion dieser Befunde vor allem mit möglichen Zusammenhängen zwischen Schulschwänzen und Kriminalität befasst, setzt sich dieses Projekt mit den Ursachen und den Folgen von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung auseinander. Das Ziel besteht darin, Informationen über Ansätze, Strategien und Methoden zur Prävention von Schulabbrüchen und Ausbildungslosigkeit zusammenzustellen und so aufzubereiten, dass sie von Politik und Praxis für wirksame Verbesserungen im schulischen Alltag genutzt werden können. Umgesetzt wird dies mittels dreier Module:
1) die Identifikation und Weiterentwicklung innovativer Methoden und Strategien zur Prävention von Schulabbrüchen und Ausbildungslosigkeit in einem „Lernenden Netzwerk“
2) die Evaluation ausgewählter Förderansätze
3) die Aufbereitung von Informationen über produktionsorientierte Förderansätze (Schülerfirmen, Produktionsschulen, Juniorenfirmen) für Politik und Praxis. Die identifizierten Interventionsmöglichkeiten entsprechen der Chronologie einer Abkehr von Kindern und Jugendlichen von der Schule, beginnend mit frühen Hilfen bei ersten Anzeichen von Schulmüdigkeit, über Förder- und Unterstützungsangebote im Vorfeld der ersten Schwelle (Ende der Pflichtschulzeit), bis hin zu Formen der Beschulung von Jugendlichen, die teils trotz Schulpflicht als nicht (mehr) beschulbar gelten, teils nach Jahren der Abkehr von der Schule und nach Ende der Schulpflicht den Wiedereinstieg in systematisches Lernen suchen.
Fragestellungen
In diesem Projekt wird folgenden Fragen nachgegangen: Warum gehen Kinder und Jugendliche trotz Schulpflicht nicht zur Schule? Welche Folgen ergeben sich daraus für den weiteren Bildungs- und Ausbildungsverlauf? Wie kann einem Ausstieg aus der Schule präventiv begegnet werden? Wie kann schulmüden Jugendlichen der Abschluss der Schule und der Übergang in Ausbildung gelingen? Wie können Jugendliche für systematisches Lernen wieder gewonnen werden, die von der Schule nicht mehr erreicht werden? Was sind die Effekte von Fördermaßnahmen, die schulmüden Jugendlichen den Zugang zur Berufsausbildung eröffnen sollen?
Tagungsdokumentation der Transfertagung "Produktionsorientiertes Lernen" 18.06.2007 Leipzig Das BMBF-Programm „Kompetenzen fördern – Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (BQF-Programm)“ lief von November 2001 bis Ende Dezember 2006, förderte in vier Innovationsbereichen Modell-, Entwicklungs- und Forschungsvorhaben. Kompetenzen fördern
Im Rahmen der anschließenden, einjährigen Transferphase fand am 18. Juni 2007 im Leipziger KUBUS eine Fachtagung statt zum Thema „Produktionsorientiertes Lernen für benachteiligte Jugendliche: Zur Verbindung von Arbeit und Lernen in Schülerfirmen, Produktionsschulen, Jugendhilfebetrieben und Juniorfirmen.“.
Auf einer Projektmesse präsentierten ausgewählte Praxisprojekte ihre Arbeitsansätze und deren Umsetzung. In vier Werkstätten zu den folgenden Schwerpunkten wurden Konzepte und Wege der Umsetzung und Erfahrungen aus der Praxis vor- und zur Diskussion gestellt.
• Schülerfirmen an Haupt- und Förderschulen
• produktionsorientiertes Lernen in der Berufsvorbereitung
• außerbetriebliche berufliche Erstausbildung in Juniorenfirmen und Jugendhilfebetrieben
• Qualifizierung und Beschäftigung in Produktionsschulen
Dass 320 Fachkräfte daran teilnahmen, zeigt die Aktualität und Bedeutung dieses Ansatzes, einer Verbindung von Arbeiten und Lernen in der Benachteiligtenförderung.
Eröffnungvortrag: Dr. Frank Braun/Dr. Tilly Lex
"Zwischen Betriebswirtschaft und Pädagogik: Produktionsorientiertes Lernen in der Förderung bildungsbenachteiligter Jugendlicher"
WS I Schülerfirmen in Haupt- und Förderschulen
WS II Produktionsorientiertes Lernen in der Berufsvorbereitung
WS III Außerbetriebliche Erstausbildung in Juniorfirmen und Jugendhilfebetrieben
WS IV Qualifizierung und Beschäftigung in Produktionsschulen
Neue Veröffentlichung
Zum Thema Produktionsorientiertes Lernen ist im Spetember 2007 ein Handbuch mit dem Titel "ARBEITEN UND LERNEN in Schülerfirmen, Jugendhilfebetrieben und Produktionsschulen" erschienen.
Sie können das Handbuch bestellen oder/und die Datei herunterladen. weiter
WS II Präsentation - Produktionsschule am BBZ Lebach
Präsentation - Produktionsschule Neumühle
WS IV Bericht aus der Werktstatt Qualifizierung und Beschäftigung in Produktionsschulen
Präsentation - Kasseler Produktionsschule
Präsentation - Produktionsschule Müritz
Präsentation - Dänische Produktionsschule Odder
Bericht aus der Werkstatt I
„Schülerfirmen in Haupt- und Förderschulen“ (Elke Schreiber, Ulrike Richter)
In Werkstatt I wurde der Frage nachgegangen, ob das Konzept der Schülerfirmen auch geeignet für Haupt- und Förderschulen ist. 48 Tagungsgäste aus den unterschiedlichsten Bereichen fanden sich zu dem Thema zusammen. Die Moderation hatte Dr. Cortina Gentner (Universität Hannover) übernommen.

Foto Pupils GMBH
Vorgestellt wurden zwei sehr unterschiedliche Schülerfirmen:
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der Cirque Belle Europe, Gesamtschule Riegelsberg durch Frau Julia Pape, Trainerin der Zirkusschule
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sowie die „Pupils GMBH“ (Ghana Mit Bäumen Helfen), Förderschule Ganderkesee durch Herrn Norbert Klüh. Lehrer und Abteilungsleiter Holz/Metall und Sarah Erdmann, Dennis Holschen, Mike Lüschen, Schüler und Mitarbeiter der Pupils GMBH
Anliegen der Präsentationen war es aufzuzeigen
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welche Aktivitäten notwendig waren, die Schülerfirmen ins Leben zu rufen,
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welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, Schülerfirmen als feste Angebote an den Schulen zu installieren (Personal, Finanzierung, Kooperationspartner, regionale Vernetzung etc.),
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welche Zielgruppen erreicht werden,
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welche konkreten Produkte erwirtschaftet bzw. welche Leistungen im Rahmen der Firma erbracht werden,
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welche Effekte durch die Mitarbeit und das Engagement der Schülerinnen und Schüler erzielt werden.
Präsentation Cirque Belle Europe, Julia Pape
Unter dem Namen Cirque Belle Europe vernetzen sich verschiedene Schulzirkusgruppen aus verschiedenen europäischen Ländern zu einem „Zirkus – Unternehmen“ für gemeinsame Shows in Europa. Eine Zirkusgruppe von ihnen ist an der Gesamtschule Riegelsberg angesiedelt. Sie ging im Jahre 1994 aus einer Schüler-AG hervor. Im Jahr 2005 fand die Gründung der Cirque Belle Europe an der Gesamtschule Riegelsberg statt. Obwohl es sich in Riegelsberg um eine Gesamtschule handelt, sind insbesondere Mädchen und Jungen im Zirkus engagiert, die besondere schulische und soziale Problemlagen aufweisen.
Exkurs Gesamtschule im Saarland
In der Gesamtschule wird nach der Klassenstufe 6 der Klassenverband teilweise aufgelöst und der Unterricht in einzelnen Fächern je nach Leistungsfähigkeit und Neigung der Schüler in Kursen organisiert (Kursunterricht). Je nach Einstufung erwerben die Schüler beider Pflichtschulen am Ende der Klassenstufe 9 nach bestandener Abschlussprüfung den Hauptschulabschluss. Am Ende der Klassenstufe 10 wird nach bestandener Abschlussprüfung der mittlere Bildungsabschluss erlangt. Anschließend können die Schüler eine Lehre beginnen oder ihren Bildungsweg in beruflichen Schulen fortsetzen. Befähigte Schüler der Erweiterten Realschule und der Gesamtschule können nach der Klassenstufe 10 in die gymnasiale Oberstufe eintreten, wenn sie gute Noten haben. Die Gesamtschule vermittelt in der Sekundarstufe I eine erweiterte allgemeine Bildung, die zugleich Grundlage einer Berufsausbildung oder weiterführender berufsbezogener oder studienbezogener Bildungsgänge ist. Der Unterricht findet in Klassen und Kursgruppen statt. Die Kursgruppen werden nach Leistungsfähigkeit und Neigung der Schüler gebildet. (http://www.saarland.de/dokumente/ressort_bildung_kultur_und_wissenschaft/WelcheSchule.pdf)
Link der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule ggg-bund.de
Das Zirkusprojekt ist ein Angebot für alle 5. Klassen der Schule, davon entschließen sich jeweils einige Kinder, weiter im Zirkusprojekt mitzuwirken. Am Projekt sind auch Grundschüler bis zu Jugendlichen der gymnasialen Stufe sowie Schülerinnen und Schüler anderer Schulen beteiligt. Trainiert wird in der Freizeit. Die Mädchen und Jungen treten mit ihren akrobatischen Künsten auf vielfältigsten Veranstaltungen auf, werden regional und international zu Auftritten geladen und haben sich einen guten Ruf erarbeitet. Das Zirkusprojekt wird wirtschaftlich und verwaltungstechnisch nicht selbst von den Jugendlichen verwaltet, sondern vom Schulleiter Günter Engel. Die Einnahmen dienen der Erneuerung der Gerätschaften und zur Finanzierung der vielfältigen Aktivitäten. Julia Pape ist ehemalige Zirkusschülerin, Weltmeisterin im Einradfahren und trainiert heute mehrere Zirkusgruppen an zwei Schulen.
Präsentation - Schülerfirma Cirque Belle Europe

Foto Cirque Belle Europe
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie im Internet:
http://www.gesamtschule-bellevue.de/
Kontakt
Gesamtschule Riegelsberg
Schulleiter Günter Engel
Lindenstrasse 9
66292 Riegelsberg
Tel.: 0 68 06 99 21 0
Fax: 0 68 06 99 21 40
E-Mail: info@gesri.de
www.gesri.de
Julia Pape
JuliaPape@gmx.de
Präsentation Pupils GMBH (Ghana Mit Bäumen Helfen), Norbert Klüh
Bei der Pupils GMBH handelt es sich um das Modell einer nachhaltigen Schülerfirma in den klassischen Produktionsbereichen Bistro, Holz, Metall, Stoff und Papier. Damit nachhaltige Entwicklung Wirklichkeit wird, bemüht sich die Schülerfirma, Produkte herzustellen und zu vermarkten, die umweltgerecht zu nutzen sind und nach Gebrauch wiederverwertet oder recycelt werden können. Schülerinnen und Schüler der Förderschule Ganderkesee organisieren, wirtschaften, produzieren und vermarkten eigene Produkte. Dabei können sie sich beruflich orientieren, sich Arbeitstugenden aneignen, sie werden selbstbewusster und gewinnen dadurch (wieder) Motivation für schulische Inhalte. Die Pupils GMBH wurde im Jahre 2000 gegründet. Das Beispielhafte an dieser Schülerfirma ist ihre feste Einbindung in das Schulkonzept als „Pflichtveranstaltung“ für alle 8. und 9. Klassen. Jede Schülerin/jeder Schüler arbeitet ein Schuljahr (=Geschäftsjahr) in der Schülerfirma, und hat dabei die Auswahl zwischen den drei Abteilungen: der Kreativabteilung, der Abteilung Holz-Metallwerkstatt sowie der Cafeteria- und Cateringabteilung. Die Leitung der Schülerfirma für diese Zielgruppe liegt im Aufgabenbereich der Lehrkräfte. Buchführung, Lagerhaltung, Produktion, Verkauf und Marketing werden von den Mitarbeitern – den Förderschülern – selbstständig übernommen. Die Lehrkräfte übernehmen dort beratende Funktion. Die Schülerfirma Pupils GMBH beweist eindrucksvoll, dass die Methode Schülerfirma für Förderschüler ein wichtiges Förderinstrument darstellen kann.

Foto Pupils GMBH
Präsentation - Schülerfirma Pupils GMBH (Ghana Mit Bäumen Helfen)
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie in den ausführlicheren Beschreibungen:
- http://www.nasch21.de/firmen/pupils_gmbh_01.html
- http://www.nasch21.de/firmen/pupils_gmbh_na.pdf
Kontakt
Pupils GMBH (Ghana Mit Bäumen Helfen)
Schule am Habbrügger Weg – Förderschule Lernen
Habbrügger Weg 4
27777 Ganderkesee
Tel.: 04222-2358
E-Mail: Pupils.GMBH@sfl-ganderkesee.de / foerderzentrum@sfl-ganderkesee.de
Ergebnisse der Werkstatt
Im Anschluss an die beiden Präsentationen entwickelte sich eine rege Nachfrage an Herrn Klüh und Frau Pape zu konzeptionellen, organisatorischen, rechtlichen Fragen sowie zum Alltag in den Schülerfirmen.

Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Beide Schülerfirmen verdeutlichen die Bandbreite an Möglichkeiten, in denen sich das Konzept der Schülerfirma auch für benachteiligte Kinder- und Jugendliche umsetzen lässt. Die Ziele und auch der Betreuungsaufwand von Schülerfirmen mit benachteiligten Jugendlichen unterscheiden sich jedoch von denen mit Realschülern oder Gymnasiasten. Der Betreuungsaufwand und der Anleitungsbedarf sind in der Anfangsphase zwangsläufig intensiver bei Haupt- und Förderschüler als in Schülerfirmen mit Jugendlichen anderer Schulformen, in denen die Jugendlichen die Schülerfirma selbst leiten. Durch die Arbeit in der Schülerfirma haben die Jugendlichen – oft erstmalig – Erfolg. Sie lernen Betriebsabläufe kennen und nutzen diese für ihre Berufsorientierung. Durch die Ergebnisse ihrer Arbeit und den Kontakt zu Kunden und Unternehmen wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt, sie trainieren soziale Kompetenzen und sie entdecken, dass es sich lohnt, wieder zu lernen.
„Es gibt echte Kunden, die mein Produkt kaufen und wertschätzen. Sie bezahlen dafür Geld. Es lohnt sich, sich dafür Mühe zu geben.“
Die Palette der Geschäftsideen kann sehr vielseitig sein und umfasst nicht nur „handfeste“ Produkte sondern auch Dienstleistungen in klassischen wie auch ungewöhnlichen Bereichen, wie die vorgestellte Artistikshow. Die Aktivitäten in den Schülerfirmen ermöglichen den Mädchen und Jungen, ihre Talente und Begabungen zu entdecken, Teamgeist und kommunikative Fähigkeiten zu entwickeln, Verlässlichkeit und Pünktlichkeit einzuüben sowie die Motorik (Zirkusschule) zu trainieren.

Foto Cirque Belle Europe
Ebenso ergeben sich neue Erfahrungsmöglichkeiten im Umgang mit den Mitschülern in der neuen Rolle als Mitarbeiter einer Firma, aber vor allem im Umgang mit anderen Erwachsenen, die als Kunden auftreten. Die Mädchen und Jungen sehen in den Schülerfirmen eine Chance, Geschäftsideen umzusetzen und berufsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, sie können durch die Mitarbeit im Projekt ihre Stärken und Schwächen im Hinblick auf einen späteren Beruf besser einschätzen und sich frühzeitig beruflich ausprobieren. Hinsichtlich des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt bereitet die Schülerfirma an Förder- und Hauptschulen die Jugendlichen auf das Betriebspraktikum vor. Ferner bieten Schülerfirmen ein betriebliches Erfahrungsfeld, was den Schülerinnen und Schülern hilft Kompetenzen zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, sich auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu orientieren.
Weiterführende Links zum Thema
www.transfer-21.de nachhaltige Schülerfirmen
www.wegefinden.net
Wege finden! gestärkt erwachsen werden.
Ein Förderprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung.
www.schuelerfirmen.com
Was ist eine Schülerfirma? Wie gründet man eine Schülerfirma? Was gehört zu einem erfolgreichen Schülerfirmenkonzept? - Das und vieles mehr findet sich auf dieser informativen Internetseite
Dasecke, Rolf (o. J.): Nachhaltige Schülerfirmen, Wirtschaften in ökologischer, gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung
http://www.uni-koeln.de/ew-fak/konstrukt/didaktik/schuelerfirmen/artikel.pdf
Bericht aus der Werkstatt III
„Außerbetriebliche Erstausbildung in Juniorfirmen und Jugendhilfebetrieben“ (Ulrike Richter, Irene Hofmann-Lun)
In der Werkstatt wurde das Thema produktionsorientiertes Lernen in der Berufsausbildung mit der Fragestellung vertieft: 55 Fachkräfte aus Sozialverbänden und Bildungseinrichtungen nahmen teil.

Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Einleitend wurde vom Moderator Herrn Konrad Kutt (ehemaliger Mitarbeiter des Bundesinstituts für Berufsbildung, Bonn) das Thema in einen berufsbildungspolitischen und didaktischen Kontext gestellt: In der Werkstatt kommen zwei Themenfelder von hochaktueller Bedeutung zusammen: Außerbetriebliche Berufsbildung und die Methode des Lernens in Juniorenfirmen bzw. die Verbindung von Arbeiten und Lernen in der Ernstsituation im Rahmen von Zweck-betrieben oder ähnlichen Konstruktion. Sie spiegeln ein quantitatives Problem des Berufsbil-dungssystems wider und bieten zugleich eine qualitative Antwort auf eine didaktisch-methodische Herausforderung
Im traditionellen System, also im herkömmlichen dualen System werden nur noch 40 % der Jugendlichen ausgebildet – mit abnehmender Tendenz. Ein großer Teil der Jugendlichen landet mithin in verschiedenen Maßnahmen der Bundesagentur, der Berufsvorbereitung, verbesserten Berufsorientierung in Jugendsofortprogrammen – in Warteschleifen also.
Dieses neue Standbein der Berufsbildung, das eigentlich nicht mehr Schule ist und noch nicht Ausbildung ist, wird als „Übergangssystem“ bezeichnet. Daran sind vor allem auch außerbetriebliche Einrichtungen der verschiedensten Träger beteiligt. Insgesamt spricht man davon, dass 40 % eines Anfänger-Jahrgangs in diesem Übergangssystem landet. Immerhin wird in diesen Maßnahmen eine gezielte Berufsvorbereitung oder auch Teilausbildung vermittelt, wenn auch die Teilnehmer weitgehend in der Unsicherheit gelassen werden, ob sie z. B. in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis einmünden können. Trotz dieser unverkennbaren Leistungen wird sowohl das schulische wie auch die außerschulische bzw. außerbetriebliche Ausbildung von den Vertretern der „reinen Lehre“ als praxisfremd, kostenträchtig, als Spielwiese oder Trockenübung abgetan.
Die zentralen Fragen der Werkstatt waren: Wie gelingt es, mehr Realität, mehr Arbeit und praktisches Tun in die Juniorenfirmen und Jugendhilfebetriebe zu bringen? Wie kann man die Selbstständigkeit der jungen Leute verbessern, wie den Realitätsgehalt erhöhen? Wie kann gleichzeitig die Teamfähigkeit gesteigert und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und anderen Stakeholdern verbessert werden?
Zwei Jugendhilfebetriebe stellten sich vor:
- Übungsrestaurant Zechlinerhütte, Initiative Jugendarbeitslosigkeit Neuruppin e. V. (IJN),
Herr Andreas Haake, Geschäftsführer - Ökomobil - Ein Meisterbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus Karlsfeld,
Träger Spectrum – Arbeit Beruf Soziales e. V., Herr Volker Widmann
Den Präsentationen lagen folgende Leitfragen zugrunde, die dazu dienten, den Tagungsgästen einen Einblick in die Aktivitäten zu vermitteln.
- Wie kam es zur Gründung des Jugendhilfebetriebs?
- Welche Produkte und Dienstleistungen bieten Sie an? Warum eignen sie sich für den Jugendhilfebetrieb?
- Wie ist die Finanzierung? Anteil Förderung, Anteil eigener Umsatz, Gewinn
- Welche Qualifikationen und Berufsabschlüsse können erreicht werden?
- Erhalten die Jugendlichen eine Bescheinigung („Arbeitszeugnis“), woraus hervorgeht, wofür sie verantwortlich waren und welche persönlichen Kompetenzen sie dabei zeigten?
- Welches Übergangsmanagement wird im Rahmen der Ausbildung realisiert?
- Wie verhält sich Ihr Betrieb zur freien Wirtschaft?
- Mit welchen Schwierigkeiten mussten Sie umgehen und wie haben sie diese gelöst?
Präsentation Übungsrestaurant Zechlinerhütte, Andreas Haake
Angesichts des Lehrstellenmangels in der Region entwickelte der 1990 in Neuruppin gegründete Träger Initiative Jugendarbeit Neuruppin e.V. mit dem Arbeitsamt, den Kammern und an einem „runden Tisch“ die Idee, Ausbildungsplätze in Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes anzubieten. In diesen Berufen wurden in der Tourismusregion Mecklenburger Seenplatte auch zu DDR-Zeiten Jugendliche in großer Zahl ausgebildet, und für diese Berufe wurde in der Region eine Perspektive gesehen.
Der Verein Initiative Jugendarbeit Neuruppin hat die Zielsetzung, junge Menschen mit sozialen Handlungseinschränkungen zu fördern und damit ihre soziale und berufliche Situation nachhaltig zu verbessern. Die Aktivitäten des Vereins sind den drei Bereichen Erstausbildung, Berufliche Bildung und Jugendhilfe zugeordnet.
Die Erstausbildung erfolgt an den Standorten Zechlinerhütte und Am Birkenhain mit kooperierenden Wirtschaftsbetrieben im Verbund. Ergänzend werden ausbildungsbegleitende Hilfen angeboten. Im Sommer 1992 wurde die Ausbildungseinrichtung als „Übungsrestaurant“ erstmals für einen Monat geöffnet. In den darauf folgenden Jahren wurde der Betrieb immer mehr ausgeweitet bis schließlich im Sommer 1995 mit der Eröffnung des Hotels ein ganzjähriger Hotel-, Gaststätten- und Tagungsbetrieb angeboten wurde. 2002 wurde ein weiteres Objekt angemietet: Das Hotel- und Restaurant „Am Birkenhain“. Derzeit bietet der IJN insgesamt 145 Ausbildungsplätze an.
In den Jugendhilfebetrieben Restaurant und Hotel Zechlinerhütte und Am Birkenhain werden Hotelfachkräfte, Beiköche und Restaurantfachkräfte ausgebildet. Alle anfallenden Arbeiten im Hotel und Restaurant werden von den Jugendlichen übernommen und in Kooperation mit saisonalen Fachkräften und festangestellten Mitarbeitern durchgeführt. Die Leitung der jeweiligen Bereiche obliegt den Projektmitarbeitern. Die Ausbildung im Jugendhilfebetrieb wird kooperativ von Fachausbildern, Stützlehrern und Sozialpädagogen organisiert und durchgeführt. Jeder Jugendliche ist einem festen Ausbildungsbereich zugeordnet. Räumlich verfügt jede Ausbildungseinheit (Küche, gastronomischer Service, Hotel) über zusätzliche Lern- und Übungsbereiche, in denen beispielsweise das Zubereiten von Speisen, Eindecken für Festlichkeiten und das Servieren geübt wird. So können Übungs- und Lernsituationen miteinander kombiniert und in den Tagesablauf des Hotel- und Gastronomiebetriebes integriert werden. Die Eingliederungsquote in den ersten Arbeitsmarkt liegt bei 70 %.
Das Modell Jugendhilfebetrieb, gerade wenn er erfolgreich ist, wird von privatwirtschaftlichen Betrieben der Branche als Konkurrenz erlebt. Um diese Situation zu entschärfen, arbeiten die Projektmitarbeiter/innen des Jugendhilfebetriebes in Berufsverbänden mit und nehmen Funktionen in Prüfungsausschüssen wahr. Eine Grundbedingung für die „friedliche Koexistenz" sind die Kommunikation und Beteiligungsformen, in denen eine Gleichrangigkeit entsteht. z. B. im Vorstand des Tourismusverbandes und im Verein der Köche. Der Geschäftsführer (Andreas Haake) arbeitet in politischen Gremien mit z. B. Wirtschaftsauschuss, Haupt- und Finanzausschuss. Hier treffen die Mitarbeiter des Jugendhilfebetriebes Unternehmer auf Augenhöhe, begegnen ihnen mit Wertschätzung und Respekt und können dadurch zeigen, dass sie ihnen im wirtschaftlich verantwortlichem Denken und Handeln nicht nachstehen.
Präsentation - Die Jugendhilfebetriebe der Initiative Jugendarbeit Neuruppin e.V.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet:
http://haus-am-see-zechlinerhuette.de/
http://www.am-birkenhain.de/
Kontakt
Initiative Jugendarbeit Neuruppin e. V.
Karl-Liebknecht-Str. 32
16816 Neuruppin
Tel. 03391-2454
Geschäftsführer Herr Andreas Haake
E-Mail: ijn.haake@t-online.de
http://www.ijn-ev.de
Präsentation Ökomobil Karlsfeld, Volker Widmann
Ökomobil – ein gemeinnütziger Meisterbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus wurde 1984 mit der Zielsetzung gegründet, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und Ausbildungs- und Arbeitsplätze im Umweltbereich zu schaffen. Zielgruppe für dieses Projekt sind junge Menschen, die nach SGB VIII, § 13 einen Förderbedarf aufweisen. Den Jugendlichen sollen Handlungskompetenz und Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Alltag vermittelt werden, sie sollen psychosozial gefestigt werden und Lebens- und Berufsperspektiven entwickeln.

Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Die Jugendlichen erhalten je nach Bedarf, sich zu qualifizieren, eine Ausbildung zu beginnen oder Beschäftigungsmöglichkeiten.
Der Garten- und Landschaftsbau ist besonders für die Förderung der benachteiligten Jugendlichen geeignet, weil es sich dabei um eine zukunftsfähige Branche handelt, für die gute Vermittlungschancen bestehen und der Einstieg auf jedem Kenntnisstand möglich ist. Die berufsspezifische Qualifikation kann schrittweise entsprechend den individuellen Fähigkeiten erfolgen.
Das Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebot umfasst folgende Bereiche
- Neuanlage von Gärten
- Umgestaltung von Gärten
- Mäharbeiten
- Baumschnitt
- Heckenschnitt
Im Garten- und Landschaftsbau sind zum Aufbau der betrieblichen Infrastruktur verhältnismäßig viele Fachkräfte erforderlich. Generell sollte ein Verhältnis Fachkräfte/Zielgruppe von 1:3 angestrebt werden. Die Polarität zwischen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten und pädagogischen Zielen schafft das betriebliche Lernfeld.
Jeder Teilnehmer erhält ein Arbeitszeugnis. Die Jugendlichen können externe Qualifikationen erwerben, wie etwa Erste-Hilfe-Kurs, Motorsägenschein. Darüberhinaus gibt es interne Kursangebote mit Teilnahmezertifikat (z. B. PC-Kurs). Jugendliche, die eine Ausbildung absolvieren, erhalten den Gesellenbrief des Garten- und Landschaftsbaus.
Das Projekt wird zu 50 % aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitten sowie zu 50 % aus den eigen erwirtschafteten Mitteln finanziert.
Von 12 Jugendlichen konnten 2006 vier in sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt werden, vier begannen eine Ausbildung, ein Jugendlicher ging weiter zur Schule, einer erhielt einen Job, einer ist ausgeschieden wegen Krankheit, einer wurde in Beschäftigung/Qualifizierung vermittelt.
Innerhalb der Branche gibt es vielfältige Kooperationen mit privatwirtschaftlichen Betrieben:
- Praktika der jungen Menschen in anderen Betrieben
- Gemeinsame Abwicklung von Bauvorhaben
- Gemeinsame Teilnahme an überbetrieblichen Kursen, Ausstellungen Messen etc.
Präsentation - Ökomobil: Ein Jugendhilfebetrieb aus Bayern
Kontakt
Ökomobil – Meisterbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus
Münchner Str. 70 1/2
85757 Karlsfeld
Tel. 08131/6699988
E-Mail: galabau@oekomobil.de
Volker Widmann
E-Mail: volker.widmann@oekomobil.de
www.oekomobil.de
Die Werk-statt-Schule Hannover stellte das Modellprojekt zur Gründung von Genossenschaften, die Jugendkooperative (JuCoop) für junge Menschen zwischen 20 und 25 an der zweiten Schwelle vor:
- Zielgruppe sind Ausbildungsabbrecher, Jugendliche mit Berufsausbildung, aber ohne Arbeitsplatz, also Jugendliche, die über berufliche Kompetenzen verfügen.
- Zielsetzung ist es, dass diese Jugendlichen sich Geschäftsideen überlegen dafür Nischen in der Region suchen und zur Realisierung Genossenschaften (Juniorfirmen) gründen.
- In einem Zeitraum von 15 Monaten entwickeln die Jugendlichen eine Geschäftsidee, erarbeiten einen Businessplan für die Betriebsgründung. (z. B. Krabbelgruppen; Dienstleistung rund ums Haus)
- Die Mitarbeiter für dieses Projekt werden von der ARGE und aus Stiftungsmitteln finanziert; die Jugendlichen erhalten als weitere finanzielle Unterstützung die Erstattung von Fahrtkosten. Die Erfahrung zeigt, dass für Jugendhilfebetriebe und Juniorfirmen Auftragsnischen gefunden werden müssen, die sehr regionsabhängig sind.
Kontakt
Werk-statt-Schule Hannover e. V.
http://www.werkstattschule.de/
Tel. 0511/169 75 51
E-Mail: jucoop@werkstattschule.de
Diskussion
Fragestellungen
- Welche zentralen Probleme tauchen immer wieder auf?
- Was muss ich machen, um eine – für sinnvoll gehaltene – Juniorenfirma einzurichten?
- Was braucht man dazu?

Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Statements
Die Frage des Wettbewerbs und einer möglichen Wettbewerbsverzerrung spielte in den Beiträgen und in der Diskussion stets eine Rolle. Während manche Juniorfirmen für den firmeninternen Markt und für den Belegschaftshandel tätig sind, wenden sich die Zweckbetriebe und Jugendhilfebetriebe, wie auch die Produktionsschulen in der Regel an den externen Markt. Diese Marktteilnahme bleibt wettbewerbsrechtlich häufig eine ungeklärte Grauzone. Die wichtigste Empfehlung hierzu bezog sich darauf, dass möglichst von Anfang an kontinuierliche Absprachen mit der ansässigen Wirtschaft (Finanzamt, Kammern, Verbände, Betriebe) getroffen werden sollten. Schließlich kommen die gut ausgebildeten Fachkräfte auch der Wirtschaft und der Region zugute. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass möglichst marktübliche Preise gebildet werden sollten. Zudem werden nicht selten gerade auch solche Aufträge bearbeitet, die für die Wirtschaft uninteressant sind, z.B. komplizierte Einzelaufträ-ge, Aufträge, die im öffentlichen Interesse liegen oder mit denen eine innovative Nische ent-deckt wurde. In einigen Fällen wurden auch „Ausgründungen“ mit erwerbswirtschaftlicher Orientierung vorgenommen.
In der Diskussion wurde die Problematik angesprochen, dass sich derzeitig die Diskussionen und Aktivitäten "zurück in die Zukunft" bewegen, d. h. es gibt keine Weiterentwicklungen. "Wir laufen seit 20 Jahren den Ansätzen hinterher; eine Nachhaltigkeit ist nicht gegeben.“
„Derzeit besteht eine Flickschusterei in der Berufsausbildungsförderung benachteiligter Jugendlicher…" Aus dieser Einschätzung wurde abgeleitet, dass eine nachhaltige Finanzierung von Förderkonzepten geschaffen werden muss. Berücksichtigt werden muss dabei, welche Aufgaben in welchen Zuständigkeitsbereich des Bundes, der Länder und der Kommunen gehören. Derzeit werden die Projekte aus einem Pool unterschiedlichster Zuständigkeitsbereiche finanziert.
Es sollte politisch darauf hingewirkt werden, dass Kontinuität in der Umsetzung und Entwicklung von langfristigen Aufgaben und auch von speziellen Programmen hergestellt wird. Wie kann man zu stabilen Strukturen kommen, das Übergangssystem fundiert und nachhaltig zu gestalten? Welche Strukturen sind notwendig? Welche Forderungen können von wem an welche Adressaten gestellt werden? Derzeit liegt die (sozialpädagogische) Hauptlast bei den Bildungsträgern, die in diesem Feld aktiv sind.
Ansätze der Förderung gehören in die Jugendhilfe und nicht in die Arbeitsverwaltung: Projektträger müssen sich entsprechend positionieren dürfen, um nicht ständig zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Jugendberufshilfe zu jonglieren. Wichtig ist eine stabile Finanzierung, ohne ständig die Zielgruppen neu definieren zu müssen.
Schlussfazit aus den Inputreferaten und Perspektiven des Transfers aus der Diskussion:
- Wünschenswert wären mehr Selbsthilfefirmen und Juniorenfirmen, d. h. Unternehmen, die von den Jugendlichen selbst geführt werden. Dafür sollte die Förderung ausgebaut werden. Siehe Werk-statt-Schule Hannover e. V.
- Die Förderung muss regional und vor Ort gesteuert werden. Es sollen regionale Finanzierungspools eingerichtet werden, um die Gelder regional an entsprechende Projekte/Initiativen zu verteilen, um Planungssicherheit für Träger und auch eine Nachhaltigkeit in diesem Förderbereich zu erreichen. Einwand: diese Art der Förderung würde gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen.
- Die partnerschaftliche Verbund-Ausbildung zwischen privatwirtschaftlichen Betrieben und Jugendhilfebetrieben bzw. freien Trägern der Jugendsozialarbeit soll angestoßen werden. Verstärkte Aktivierung der privatwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere bei Verbundausbildungen, die eine Phase der Ausbildung in Jugendhilfebetrieben und eine betriebliche Ausbildungsphase kombinieren. Die privatwirtschaftlichen Betriebe dürfen nicht aus der Verantwortung entlassen werden, sie dürfen die Aufgabe der Ausbildung nicht auf Jugendhilfe abwälzen.
- Ein fachlicher Austausch zwischen Jugendhilfebetrieben ist unbedingt notwendig. Dies wäre realisierbar durch einen Verbund dieser Initiativen.
Zusammenfassend kann im Hinblick auf die Didaktik des produktionsorientieren Lernens gesagt werden, dass die Lebensprobleme der heute heranwachsenden Jugendlichen oftmals sehr viel größer sind als ihre Lernprobleme. Die berufsvorbereitenden Maßnahmen müssen deshalb zunächst erst auf diese Lebens- und Persönlichkeitsprobleme „Lebensertüchtigung“ eingehen. In der Einheit von Handeln, Sprache und Emotion werden Lernprozesse eingelei-tet, die zu allererst die jungen Menschen stärken.

Foto Matthias Möller/Medial Mirage
Weiterführende Links zum Thema
Juniorfirma Modiko IB-Bildungszentrum Stuttgart.
http://www.modiko.de/
Juniorenfirma Spektrum der Berliner Verkehrsbetriebe
http://www.bvg.de/index.php/de/3892/name/Juniorenfirma+Spektrum.html
Arbeitsgemeinschaft der Juniorenfirmen
http://www.juniorenfirma.de/
Veröffentlichungsreihen
Schreiber, Elke Diese Eltern erreichen wir doch nie! Kooperative Elternarbeit in Unterstützungsangeboten für schulabgewandte Kinder und Jugendliche 2007-00-00 Die Bildungsmesse im Lehrerzimmer B 018 12-15
Michel, Andrea; Richter, Ulrike Inbas GmbH, Regiestelle Kompetenzagenturen Schule und präventive Angebote 2004-01-00 Info-Brief
Hofmann-Lun, Irene; Michel, Andrea; Schreiber, Elke Praxisprojekte im Handlungsfeld von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung. Das Deutsche Jugendinstitut organisiert und moderiert ein bundesweites Netzwerk von Projekten, die in Kooperation von Jugendsozialarbeit und Schulen gemeinsame Anstrengungen zur Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung unternehmen. Gefördert wird dieses Vorhaben vom Bundesbildungsministerium im Rahmen des Programms "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" unter Kofinanzierung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Die Broschüre umfasst Informationen über 39 Projekte, die mit unterschiedlichen Arbeitsansätzen, Lernorten, Zielgruppen und Projektkonzeptionen dem Phänomen Schulmüdigkeit und Schulverweigerung begegnen. Für diese Projektzusammenstellung wurden die erhobenen Projektdaten so aufbereitet, dass sich Interessenten schnell und möglichst umfassend informieren können. 2004-00-00 88 DJI München; Halle
Hofmann-Lun, Irene; Michel, Andrea; Schreiber, Elke Deutsches Jugendinstitut Fußfesseln für Schulschwänzer? 2003-00-00 DJI Bulletin 65 2 München
Braun, Frank Gefährdung des Schulabschlusses durch Schulverweigerung - Problemanalyse und erfolgreiche Gegenstrategien 2000-00-00 Erster Kongress des Forum Bildung am 14. und 15. Juli 2000 in Berlin 330-334 Forum Bildung Bonn Forum Bildung
Schreiber-Kittl, Maria Konzepte und Maßnahmen gegen Schulverweigerung. 2001-00-00 Recht der Jugend und des Bildungswesens 49 2 225-238
Hofmann-Lun, Irene Jugendhilfetag AGKE Passau & Regensburg Zukunft der Arbeit - Arbeit der Zukunft
Berufswünsche von Jugendlichen und schulische Maßnahmen zur Berufsorientierung Vortrag 2005-02-23 Straubing
Braun, Frank Deutsches Jugendinstitut e.V. Und sie bewegt sich doch ! Strategien von und mit Hauptschulen zur Verhinderung von Schulabbrüchen und Ausbildungslosigkeit, Vortrag 2005-09-16 Abschlusstagung, Leipzig Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
Michel, Andrea Deutsches Jugendinstitut e.V. Den Schulausstieg verhindern Strategien einer frühen Prävention, Vortrag 2005-09-16 Abschlusstagung, Leipzig Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
Richter, Ulrike Deutsches Jugendinstitut e.V. Reif für die Ausbildung? Abschlussgefährdete Schüler/innen auf die Ausbildung vorbereiten, Vortrag 2005-09-16 Abschlusstagung, Leipzig Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
Schreiber, Elke Deutsches Jugendinstitut e.V. Wege aus dem Abseits Alternative Beschulungsformen für schulferne Jugendliche, Vortrag 2005-09-16 Abschlusstagung, Leipzig Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
Hofmann-Lun, Irene Deutsches Jugendinstitut e.V. Zwischen Wunsch und Realität, Risikoschüler im Übergang Schule-Beruf Ergebnisse aus zwei aktuellen empirischen Untersuchungen, Vortrag 2005-09-16 Abschlusstagung, Leipzig Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
Michel, Andrea Deutsches Jugendinstitut e.V. Benachteiligt oder diskriminiert ? Migrantinnen und Migranten am Übergang von der Schule in den Beruf, Vortrag 2005-09-16 Abschlusstagung, Leipzig Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung
Michel, Andrea Otto-von-Guericke-Universität, Studiengang Cultural Engineering; Stadt Magdeburg, Gesellschaft für Kulturwissenschaft Schule muss sich ändern Empfehlungen aus Sicht der Arbeit mit schulmüden Kindern und Jugendlichen in der Schule, Vortrag 2005-09-26 Inter-aktion-zukunft, Kultur Bildung Technik, Zukunftskongress Magdeburg
Michel, Andrea Dem Schulausstieg wirkungsvoll begegnen Frühe Prävention von Schulmüdigkeit am Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe 2005 Schulverwaltung NRW. Zeitschrift für Schulleitung, Schulaufsicht und Schulkultur
Michel, Andrea Keine Lust auf Schule? Schulmüdigkeit erkennen und frühzeitig handeln. Präventive Arbeit mit schulmüden Kindern und Jugendlichen in der Schule. 2005-00-00 "Null Bock auf Schule?" Hannover/Kassel Gentner, Cortina; Mertens, Martin
Gentner, Cortina; Michel, Andrea Bildungsinfrastruktur oder: Wege die Schule im Dorf zu lassen 2005-00-00 Inter-aktion-zukunft] [Kultur Bildung Technik. Zukunftskongress Magdeburg Magdeburg Otto-von-Guericke-Universität Studiengang Cultural Engineering Stadt Magdeburg Gesellschaft für Kulturwissenschaft e.V.
Michel, Andrea; Schreiber, Elke Prävention von Schulmüdigkeit und Reintegration von Schulverweigerern 2005-00-00 Recht der Jugend und des Bildungswesens (RdJB) 53 5
Michel, Andrea; Schreiber, Elke Prävention von Schulmüdigkeit und Reintegration von Schulverweigerern 2006-00-00 RdJB, Recht der Jugend und des Bildungswesens, Zeitschrift für Schule, Berufsbildung und Jugenderziehung 54 1 79-93
Hofmann-Lun, Irene; Gaupp, Nora; Lex, Tilly; Reißig, Birgit Deutsches Jugendinstitut e.V. Hauptschülerinnen und Hauptschüler - engagiert, motiviert, flexibel? Längsschnittstudie zum Übergang Schule - Beruf 2005-00-00 DJI-Bulletin 73 16 DJI Deutsches Jugendinstitut e.V. (Hrsg.):
Reißig, Birgit; Gaupp, Nora; Lex, Tilly Deutsches Jugendinstitut e.V. Hoffnungen und Ängste - Jugendliche aus Zuwandererfamilien an der Schwelle zur Arbeitswelt Längsschnittstudie zum Übergang Schule - Beruf 2004-00-00 DJI-Bulletin 69 4
Braun, Frank Verbesserung der vorberuflichen Bildung von Jugendlichen mit schlechten Startchancen 2006-00-00 84-93 München/Halle Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.): Chancen für Schulmüde.
Michel, Andrea Den Schulausstieg verhindern Strategien einer frühen Prävention von Schulmüdigkeit 2006-00-00 Chancen für Schulmüde 66-77 München/Halle Schreiber, Elke
Richter, Ulrike Reif für die Ausbildung? Abschlussgefährdete Schüler/innen auf die Ausbildung vorbereiten 2006-00-00 Chancen für Schulmüde 124-131 München/Halle Schreiber, Elke
Schreiber, Elke Wege aus dem Abseits Alternative Beschulungsformen für schulferne Jugendliche 2006-00-00 Chancen für Schulmüde 152-159 München/Halle Schreiber, Elke
Schreiber, Elke Eltern fördern und fordern - Stärkung der Erziehungskompetenzen durch kooperative Elternarbeit. 2006-00-00 Chancen für Schulmüde 182-185 München/Halle Schreiber Elke
Schreiber, Elke Chancen für Schulmüde Reader zur Abschlusstagung des Netzwerks Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung am Deutschen Jugendinstitut e.V. 2006-00-00 206 München/Halle
Schreiber, Elke Chancen für Schulmüde Reader zur Abschlusstagung des Netzwerkes Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung am Deutschen Jugendinstitut e. V. Der vorliegende Reader „Chancen für Schulmüde“ beinhaltet Fachbeiträge, die auf der Abschlusstagung des Netzwerks Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung am 16. September 2005 in Leipzig Grundlage für die Diskussionen in den Fachforen und Workshops waren. Des Weiteren kommen Fachkräfte aus Schulen, aus Projekten der Jugendhilfe und aus Ministerien zu Wort, die über ihre Ansätze und Erfahrungen im Handlungsfeld Schulmüdigkeit – Schulverweigerung berichten. Kurze Projektpräsentationen vermitteln einen Eindruck über die vielfältigen Strategien und Methoden „Guter Praxis“ der im Netzwerk engagierten Projekte – ihren Bemühungen, Schulmüdigkeit und Schulverweigerung frühzeitig zu begegnen und schulferne und tatsächlich oder vermeintlich nicht mehr beschulbare Kinder und Jugendliche bei der schulischen und sozialen Reintegration zu unterstützen.
Der Reader kann gegen einen Versandkostenbeitrag von EUR 2,20 in Briefmarken pro Exemplar beim
Deutschen Jugendinstitut
Außenstelle Halle
A. März
Franckeplatz 1, Haus 12/13
06110 Halle
angefordert werden. 2006-00-00 206 DJI
Hofmann-Lun, Irene; Lück-Filsinger, Marianne; Zschiesche, Tilmann Förderliche Rahmenbedingungen für Kooperation 2006-00-00 Praxis und Perspektiven zur Kompetenzentwicklung vor dem Übergang Schule - Berufsbildung. 128-147 Bundesministerium für Bildung und Forschung
Schreiber, Elke Schulverweigerung 2007-00-00 Handbuch Schulpsychologie 283-299 Kohlhammer Stuttgart Fleischer, Thomas; Grewe, Norbert; Jötten, Bernd
Hofmann-Lun, Irene Schulabbruch und Ausbildungslosigkeit vorbeugen - Kooperation von Schulen, Jugendsozialarbeit und Betrieben bei Betriebspraktika. 2007-00-00 Lernortkooperation News 12 7-9
Hofmann-Lun, Irene ARBEITEN UND LERNEN in Schülerfirmen, Jugendhilfebetrieben und Produktionsschulen Produktionsorientiertes Lernen will die Praxis in die Schule bringen, indem die Jugendlichen unter betriebsförmigen Bedingungen für reale Kunden Produkte herstellen oder Dienstleistungen erbringen. Durch ihren hohen Ernstcharakter birgt das produktionsorientierte Lernen ein großes Förderpotenzial für Jugendliche auf ihrem Weg von der Schule in eine Ausbildung oder in die Erwerbsarbeit. Strategien und Methoden von „Produktionsschulansätzen" wurden im BQF-Programm gefördert. Die Arbeitsergebnisse des BQF-Programms sowie weitere Praxisbeispiele bilden die Basis dieser Veröffentlichung. In diesem Handbuch wird beschrieben, wie produktionsorientiertes Lernen in der allgemeinbildenden Schule, in der Berufsvorbereitung, in der Berufsausbildung und als Maßnahme zur Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt funktionieren kann.
Die Publikation kann für einen Versandkostenbeitrag von EUR 1,45 in Briefmarken pro Exemplar angefordert werden. Bestellformular
2007-00-00 47 DJI
Hofmann-Lun, Irene Kinder und Jugendliche,die die Schule verweigern. Erkenntnisse aus der Längsschnittstudie des DJI. 2007-00-00 Vortrag auf der Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll "Schulverweigerung - Herausforderung für Jugendhilfe und Schule", Bad Boll
Hofmann-Lun, Irene Schulmüdigkeit und Schulverweigerung. Kooperationsbeziehungen von Schule und Jugendhilfe. 2007-00-00 Referat an der Fachhochschule München, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, Seminar "Schulbezogene Jugendhilfe: Grundlagen der Schulsozialarbeit", München
0000-00-00
Hofmann-Lun, Irene Schülerfirmen: produktorientiertes Lernen an allgemein bildenden Schulen. 2007-00-00 Paritätischer Wohlfahrtsverband e.V. (Hrsg.): Produktionsschule - Mytos und Realität in der Jugendsozialarbeit. 6 49-55