Mirjam Weis leitet das „Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden“ am Deutschen Jugendinstitut
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich familiärer und kultureller Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

© Inge Kraus/DJI
Die Psychologin Dr. Mirjam Weis hat zum 1. Januar 2026 die kommissarische Leitung der Abteilung „Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden“ am Deutschen Jugendinstitut (DJI) übernommen. Mirjam Weis folgt als Abteilungsleiterin auf Prof Dr. Susanne Kuger, die jetzt Forschungsdirektorin ist und das DJI zudem bis zur Nachbesetzung des Direktorenpostens in allen wissenschaftlichen Belangen leitet.
In dieser zentralen DJI-Abteilung erheben und analysieren aktuell 23 Forschende unter anderem die Daten für die großen Surveys, etwa für „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A), die DJI-Kinderbetreuungsstudie (KiBS) sowie für das Projekt „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung“ (ERiK) in Kooperation mit dem Forschungsverbund DJI/TU Dortmund. Darüber hinaus entwickelt die Abteilung neue Forschungsmethoden, berät Wissenschaftler:innen des Instituts bei methodischen Fragen und bereitet Daten für die wissenschaftliche Nutzung auf.
„Gesellschaftlich relevante Themen wie soziale Ungleichheit, psychisches Wohlbefinden junger Menschen und Frühe Bildung auf Basis von Survey-Daten zu analysieren und Handlungsbedarfe zu benennen, ist für mich eine wichtige und spannende Aufgabe“, sagt Mirjam Weis. Dabei gehe es um die Balance zwischen der Fortführung bestehender Forschungsthemen, die erst das Aufzeigen langfristiger Entwicklungen ermöglichen, und dem Integrieren neu aufkommender Fragestellungen. „Besonders wichtig ist mir dabei die enge Zusammenarbeit im Team und die Nutzung der unterschiedlichen disziplinären Perspektiven – von der Psychologie über die Pädagogik, Erziehungswissenschaft, Public Health und Bildungswissenschaft bis hin zur Soziologie und Statistik“, betont Weis. Darüber hinaus plant sie, die empirischen Methoden weiterzuentwickeln, etwa indem sie webbasierte Befragungen für Kinder konzipiert und erprobt, die bereits ab einem Alter von fünf Jahren eingesetzt werden können.
Weis arbeitet und forscht seit September 2024 am DJI und brachte ihre wissenschaftliche Expertise bereits in den „UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2025“ sowie in den DJI-Survey AID:A ein. Bis zu ihrem Wechsel ans DJI war sie sieben Jahre lang an der Technischen Universität München stellvertretende Leiterin des nationalen und wissenschaftlichen Projektmanagements der internationalen Schulleistungsstudie PISA. Die Kultusministerkonferenz der Länder ernannte sie zudem zur „National Project Managerin“ für PISA. In dieser Zeit übernahm sie außerdem zwei Vertretungsprofessuren: für Persönlichkeitspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie für Entwicklungspsychologie an der Universität Konstanz. Dort studierte sie und schloss im Jahr 2015 ihre Promotion ab. Aktuell habilitiert sie an der TU München.
Die Forschungsschwerpunkte der Psychologin liegen auf Zusammenhängen zwischen dem sozioökonomischen Status der Eltern, elterlichem Erziehungsverhalten und Entwicklungsergebnissen von jungen Menschen – wie Schulleistungen und Selbstregulation – aus internationaler Perspektive. Dabei greift sie auf vielfältige methodische Erfahrung zurück, darunter quantitative Primärdatenerhebungen, Auswertungen im Bereich von Large-Scale-Assessments und amtlichen Statistiken sowie qualitative und international vergleichende Studien.
Profilseite von Dr. Mirjam WeisDJI-Abteilung „Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden“„Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A)„Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung“ (ERiK)DJI-Kinderbetreuungsstudie (KiBS)
Kontakt
Dr. Mirjam Weis
Leitung (komm.) der Abteilung „Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden“
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weis@dji.de
Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
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hofele@dji.de